A-Jugend erster Dämpfer: Schönaich verliert unnötig in Magstadt

Es gibt Tage im Leben eines Handballers, an denen Kleinigkeiten darüber entscheiden ob man das Feld als Sieger oder Verlierer verlässt. Sah es lange noch danach aus, als würde die A-Jugend des TSV Schönaich jenes Gewinnerteam sein, schlug sich der Handballgott dann in den letzten Augenblicken des Spiels auf die Seite der Magstädter und überließ die Schönaicher ihrem Schicksal des unglücklichen 18:19-Verlierers, einer Rolle die die Schönaicher in dieser Saison bislang noch nicht kannten. Doch der Reihe nach: Durch den kurzfristigen Ausfall zweier Akteure musste Trainer Michael Entzminger auf einigen Positionen von Beginn an umjustieren, was der Spielfreude der Mannschaft zunächst keinen Abbruch tat. In einem sehr ausgeglichenen Spiel offenbarte der TSV seine Stärke in der Abwehr, die den großen Rückraumspielern des SV Magstadt in der Anfangsphase allerlei Rätsel mit auf den Weg gab. Da der TSV Schönaich die zahlreichen Überzahlsituationen in der Offensive nicht konsequent genug ausnutzen konnte, wurde es in dieser Phase verpasst, Kapital aus den nominellen Vorteilen zu schlagen und dem Spielverlauf wurde der Weg zu einem Handballkrimi geebnet. Auf der anderen Seite hätten sich die Spieler des TSV zu diesem Zeitpunkt auch nicht darüber beschweren dürfen wenn sie anstatt eines 7:7-Zwischenstandes einem klaren Rückstand ins Auge hätten schauen müssen, da die zu hohe Fehlpassquote in der TSV-Offensive es den Magstädtern zunehmend ermöglichte, durch ihr schnelles Umschaltspiel zu Chancen zu kommen – Der verhaltensauffällige Marius Liegert im Tor des TSV Schönaich jedoch hielt die Schönaicher im Spiel und trug durch das vereiteln zahlreicher Großchancen der Gastgeber dazu bei, dass die Anzeigetafel zur Pause ein beachtlich niedriges 8:10 anzeigte – Um es kurz zu machen: Ein Traum für jeden Defensivfetischisten.
Nach der Pause zeigten sich die Schönaicher noch bissiger und bekamen wieder einen besseren Zugriff aufs Spiel. Ein 7-Meter verhalf dem TSV zum 11:11-Ausgleichstreffer und war der sprichwörtliche Dosenöffner zum Schönaicher Sturmlauf, der folgte und 15 Minuten vor Schluss in eine 4-Tore-Führung mündete. Doch dann kam es wie es kommen musste und ein Spiel, in dem beide Mannschaften einen Punkt verdient gehabt hätten, schlug sich auf Seiten der Gastgeber um. Dass das Siegtor der Magstädter dann drei Sekunden vor dem Schlusspfiff fiel, passte ins Bild der unglücklichen letzten Minuten und hinterlässt einen gespaltenen Eindruck. Trotz einer engagierten und geschlossenen Mannschaftsleistung, bleibt am Ende ein bitterenttäuschter TSV zurück, der nur schwer fassen kann, wie ihm der vielleicht zu sicher geglaubte Sieg noch entronnen war. Was letztendlich für die Niederlage ausschlaggebend war – seien es das ungewohnte Harz am Ball oder die neuen Schuhe des Spielmachers Hannes Fehrenbacher gewesen – ist schwer auszumachen und angesichts der kommenden Aufgaben, die auf den TSV warten, auch nebensächlich. Am kommenden Wochenende ist um 16 Uhr Ehningen in der Schönaicher Sporthalle zu Gast und bald darauf heißt der Gegner bereits wieder Magstadt. Das Rückspiel lässt also nicht lange auf sich warten, was den Schönaichern die baldige Chance gibt, Revanche zu nehmen!
Marius Liegert, Leopold Schmidt (beide Tor), Nick Gärtner(1), Branko Sturm(1), Yannick Schütz(2), Cedric Donie(8), Misheel Erdenebileg(1), Aaron Sturm, Hannes Fehrenbacher(1),Felix Frey, Samuel Niebusch(4)

Die Presseabteilung der Schönaicher A-Jugend

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