Männliche A-Jugend patzt erneut

Es gäbe an dieser Stelle spannendere Themen, mit denen die Presseabteilung der männlichen A-Jugend des TSV Schönaich ihre Zeilen füllen könnte, als über die sonntägliche Auswärtsfahrt ihrer Mannschaft zu berichten. Nichtsdestotrotz geht es nicht anders und es muss über eine, wenn man es nett ausdrücken möchte, durchwachsene Leistung der Schönaicher geschrieben werden, die den dritten Nicht-Erfolg in Folge einbringen sollte. Böse Zungen werden behaupten, dass mit der abgehakten Meisterschaft und einem komfortablen Vorsprung auf die Verfolgerteams die Saison bereits unmittelbar vor dem Anpfiff bei den Ehningern gelaufen war, doch das ist zu einfach und darf nicht als Erklärung für die bislang schwächste Saisonleistung der Schönaicher herangezogen werden. In allen Mannschaftsteilen konnten die Gäste nicht ihre beste Leistung abrufen, was zu einem frühen 1:6 Rückstand führte, dem die TSV-Akteurer im weiteren Spielverlauf hinterherlaufen sollten. Oftmals verstrickte man sich in Klein-Klein-Situationen und behielt das Große und Ganze nicht im Blick. Hinzu kamen Pech und Unachtsamkeit im Abschluss und die Tatsache, dass man häufig mit Schiedsrichterentscheidungen haderte – nicht immer unberechtigterweise. Das Halbzeitergebnis von 14:10 für die Gastgeber ließ die Schönaicher vor Beginn der zweiten Halbzeit zwar hoffen, allerdings zeigte sich recht schnell, dass die erhoffte Wende nicht eintreten sollte. Nie konnte man den Ehningern näher kommen als 2 Tore, was auch darauf zurückzuführen ist, dass sich zu viele Unkonzentriertheiten ins Schönaicher Offensivspiel einschlichen und in der Defensive zu leichte Gegentore zugelassen wurden. Das machte eine klassische Aufholjagd aus dem Lehrbuch faktisch unmöglich. Trotz kontinuierlicher Leistungssteigerung erreichten die Schönaicher zu keinem Zeitpunkt des Spiels Normaltemperatur und verloren im Endeffekt verdient mit 26:24. Abschließend lässt sich festhalten, dass dem TSV in den verbleibenden Wochen der Saison noch zwei Auftritte bleiben, um zu zeigen, dass die dem TSV kaum mehr zu nehmende Vizemeisterschaft nicht von Ungefähr kommt. Außerdem ist es von dringender Notwendigkeit, die unattraktive 2018-Bilanz der Schönaicher auf Vordermann zu bringen und das Gesicht der Hinrunde wieder aufzulegen.

Es spielten: Marius Liegert, Leopold Schmidt(beide Tor), Nick Gärtner(2), Branko Sturm(1), Yannick Schütz(1), Cedric Donie(13), Misheel Erdenebileg(0), Aaron Sturm, Julian Weck(4), Hannes Fehrenbacher, Andreas Rauh(1), Samuel Niebusch(2)
Trainer: Michael Entzminger und Markus Rebmann

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