TSV kassiert zweite Heimniederlage der Saison

Am vergangenen Samstag gastierte die SG H2Ku Herrenberg 3 in der Schönaicher Sporthalle, die vor dem Anpfiff zwar einen Punkt hinter dem TSV gestanden war, aber zuletzt durch positive Ergebnisse im Abstiegskampf auf sich aufmerksam machen konnten. Der TSV dagegen war stark in die Saison gestartet, hatte es aber in der weiteren Folge verpasst, die nötige Konstanz in seine Ergebnisse einfließen zu lassen und konnte somit zuletzt keinen weiteren Puffer auf den Tabellenkeller herstellen. Auch an diesem Wochenende sollte das aus verschiedenen Gründen nicht gelingen.

Mit vollbesetzter Bank und gänzlich ohne Ausfälle konnte TSV-Coach Karsten Zeuschner erstmals in dieser Saison, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen und versprach sich dementsprechend eine, von Beginn an gute, dominante Leistung, bei der die Gäste zu keinem Zeitpunkt am Sieg schnuppern durften. Ganz anders startete der TSV gegen sehr offensiv ausgerichtete Herrenberger jedoch in die Partie und verschlief die Anfangsminuten. Technische Fehler im Angriff und kleinere Unkonzentriertheiten in der Abwehrarbeit brachten den TSV früh mit 3:6 ins Hintertreffen. Insbesondere die punktuelle Manndeckung gegen Spielmacher Volkan Atalay bereitete dem TSV immer wieder Schwierigkeiten und führte dazu, dass das Offensivspiel zunehmend ideenlos wirkte. Einer im Grunde genommen guten Abwehr mangelte es ebenfalls an der letzten Konsequenz und an Konstanz, sodass auf sehr gute Defensivabschnitte wieder ganz schwache Phasen folgten. So gelang es dem Zeuschner-Team zwar sich auf 7:7 heranzukämpfen, ließ sich dann aber nach einer Auszeit der Gäste, durch eben jene schwächeren Defensivminuten wieder zurückwerfen. Beim Stand von 8:10 sahen sich die Schönaicher nun einer Unterzahlsituation ausgesetzt, die sie wieder sehr positiv gestalten konnten und sogar mit 2:1 gewannen, was sinnbildlich für das Auf und Ab des TSV in der ersten Hälfte, aber auch über weite Strecken der Saison, steht. In dieser Phase glänzte insbesondere der, bis dato kaum stattfindende, Kreisläufer Christopher Kopp mit drei Treffern, die den TSV in Schlagdistanz hielten. Zur Pause zeigte die Anzeigetafel ein torreiches 13:16 für die Gäste aus Herrenberg. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Die Gäste versuchten weiterhin ihr Spiel durchzuziehen und ließen den TSV nicht aus der Rolle des Re-Agierenden herausschlüpfen. Stets setzten die Gäste die Akzente und bauten die Führung sogar zeitweise etwas aus, sodass TSV-Trainer Zeuschner zusehen musste, wie seine Mannschaft schlicht nicht näher als auf drei Tore an die Gäste herankommen konnte. Die Schlussviertelstunde startete beim Stand von 19:22 mit einer Auszeit des TSV Schönaich, doch auch diese zeigte keine Wirkung mehr. Ein, auf beiden Seiten, sehr hektisches Angriffsspiel führte zwar zu turbulenten Schlussminuten, bei denen sich aber die Frage nach dem Sieger nicht mehr stellen sollte, da der TSV nun auch noch viel zu viele Chancen liegenließ. Alles in allem schienen die Spieler von Karsten Zeuschner zu spät aufgewacht zu sein und beendeten das Spiel mit einer, gemessen an der Fehleranzahl, verdienten 27:30-Heimniederlage.

Nach starken Ergebnissen zum Saisonstart und besseren Leistungen, die jedoch nicht mit Punkten entlohnt worden waren, nach dem ersten Saisondrittel, scheint der TSV Schönaich sich im Moment in die Winterpause zu schleppen und kann wieder nicht an die guten Vorwochen anknüpfen. Wichtig für die Mannschaft ist es nun, zusammen weiter an sich zu arbeiten und auch diesen schwereren Saisonabschnitt gemeinsam zu durchstehen, um schnellstmöglich wieder die Kurve zu bekommen. Bereits kommende Woche Sonntag steht das prestigeträchtige Auswärtsspiel bei der HSG Schönbuch 2 an, das, gemessen an der Tabelle, zu einem echten Krimi werden könnte. Beide Teams brauchen dringlichst ein Erfolgserlebnis, wenn sie handballerisch sorgenfreien Weihnachten entgegen sehen wollen.

Es spielten: Ralf Hoffstadt, Marius Liegert (beide Tor), Julian Wendlandt (1), Paul Sitter (1), Michael Entzminger (4), Cedric Donie (1), Pascal Block (1), Patrick Ernst (3), Samuel Niebusch (1), Sebastian Doth, Julian Weck, Christopher Kopp (5), Sven Franz Gosheger (2), Volkan Atalay (8)

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