TSV kassiert Dämpfer in Herrenberg

Mitten hinein in die Euphorie der letzten Wochen, gab es für die Erste Mannschaft des TSV Schönaich am vergangenen Samstag Nachmittag einen empfindlichen Rückschlag bei der SG H2Ku Herrenberg 3. Mit 30:21 verloren die Schönaicher deutlich und treten damit nach dem letzten Auswärtsspiel der Saison tabellarisch gesehen auf der Stelle, was bedeutet, dass die Schönaicher in der Endabrechnung wohl auf einem guten siebten Platz und damit weitaus besser als im vergangenen Jahr abschneiden werden. Weniger gut war jedoch das Auftreten des TSV in Halbzeit zwei, das das gute Bild der ersten Halbzeit sowie der letzten Wochen trübt.

So hatten die Schönaicher gar nicht schlecht angefangen und versucht dort anzuknüpfen, wo sie in der vergangenen Woche beim deutlichen Heimsieg gegen die SG Ober-/Unterhausen 2 aufgehört hatte. Mit schnellen Tempogegenstößen und einer stabilen Abwehr zog der TSV nach knapp sechs Minuten bereits auf 5:2 davon, als Pascal Block einen der eben angesprochenen Konter veredeln konnte. Prompt griff der Trainer der Gastgeber zur Auszeit und erinnerte sein Team wieder an die Qualitäten der letzten Wochen, die die Herrenberg zweifelsfrei auch zuletzt immer wieder gezeigt hatten und so auch bereits das Hinspiel in Schönaich für sich entscheiden hatten können. Die Auszeit zeigte Wirkung und die Herrenberger glichen schnell zum 5:5 aus. Von nun an sollte die erste Spielhälfte ebenbürdig auf einem bescheidenen Niveau verlaufen, wobei der TSV immer wieder sein spielerisches Können aufblitzen ließ. Nichtsdestotrotz war das Spiel fortan geprägt von technischen Fehlern und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. So trübte sich das Geschehen bis zum 13:13 etwas ein, ehe TSV-Torjäger Volkan Atalay zum 14:13-Pausenstand für die Schönaicher traf, der mit konsequenterem Abwehrverhalten auch durchaus 14:10 hätte lauten können. Dafür erhielten die Schönicher nach dem Seitenwechsel dann auch die Quittung, nachdem die Herrenberger den TSV mit einer Abwehrumstellung vor scheinbar unlösbare Aufgaben stellten und vormachten, wie eine funktionierende Abwehr aussehen kann. In den folgenden Szenen bis zur 45. Spielminute waren die Schönaicher überhaupt nicht mehr in der Partie und verloren offensiv wie defensiv vollkommen die Linie und ihre Abstimmung. So kamen die Gastgeber immer wieder weitestgehend frei zum Wurf, während die Schönaicher sich selbst schwer taten, überhaupt in Abschlussposition zu kommen. So stehen in der ersten Viertelstunde nach der Pause lediglich zwei Treffer für den TSV zu Buche: Julian Wendlandt (40.) und Volkan Atalay (41.) trafen. Die Herrenberger spielten in diesen Minuten ihre ganze Routine aus und zogen bis auf 23:16 davon, was einer Vorentscheidung gleichkam. Den letzten und 21. Treffer des TSV erzielte kurz vor Schluss Volkan Atalay, der mit neun Treffern zumindest weiter im Rennen um den Torschützenkönig bleibt, was jedoch angesichts der zweiten dreißig Minuten nur ein schwacher Trost sein dürfte. Den Schlusspunkt setzte Herrenberg, die trotz des 30:21-Heimerfolgs, aufgrund des Abstiegs der Zweiten Mannschaft aus der Landesliga, zwangsabgestiegen sind.

Für den TSV bedeutet die Niederlage in Herrenberg zwar den Rückschlag im Entwicklungsprozess rund um eine junge Mannschaft, nicht aber wirft dieser Rückschlag den TSV weit zurück, da die Rückrunde auch ohne die zwei Zähler in Herrenberg bislang durchaus positiv verlaufen ist. Trotzdem müssen die Schönaicher sich einmal mehr fragen lassen, warum es ihnen nicht gelungen ist, aus den vielen Überzahlsituationen Kapital zu schlagen. So waren die Herrenberger insgesamt fast 15 Minuten lang ein Mann weniger, während der TSV lediglich drei Zeitstrafen wegstecken musste. Nun gilt es trotz allem für die Schönaicher, die in Halbzeit zwei auch als Team nicht so gefestigt gewirkt haben, wie von manch einem bereits geglaubt, sich vor dem letzten Spiel gegen die HSG Schönbuch 2 nochmals zu sammeln und sich mit einem Heimsieg im Derby, am kommenden Samstag Abend, aus der Spielzeit 2018/2019 zu verabschieden.

Es spielten: Ralf Hoffstadt, Marius Liegert (beide Tor), Julian Wendlandt (1), Paul Sitter, Michael Entzminger (2), Cedric Donie, Pascal Block (2), Patrick Ernst (1), Michael Kovacev (2), Samuel Niebusch, Julian Weck (3), Christopher Kopp, Mark Kniesz (1), Volkan Atalay (9)

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