TSV-Durststrecke setzt sich auch bei der SG Nebringen/Reusten fort

Zehnfacher TSV-Torschütze Philipp Luburic wartet mit den Schönaichern weiter auf den ersten Auswärtssieg

Der TSV Schönaich wartet auch nach dem letzten Spiel vor der Weihnachtspause weiter auf die erhoffte Trendwende. Trotz eines überragenden Philipp Luburic auf TSV-Seite sind die Schönaicher nach der jüngsten 26:29-Niederlage bei der SG Nebringen/Reusten endgültig im Abstiegskampf angekommen und blicken auch nach den spielfreien Wochen auf personell angespannte Zeiten. Zusätzlich zu den Langzeitverletzten wird sich nun auch der Abgang von Julian Wendlandt (Auslandssemester) bemerkbar machen, dem die Mannschaft um Trainer Martin Hoss zum Abschied gerne einen Sieg geschenkt hätte.

Der Start in die Partie verlief ausgeglichen. Keinem der beiden Teams gelang es, sich früh abzusetzen, wenngleich die Gastgeber aus Nebringen und Reusten in den Anfangsminuten den wacheren und fokussierteren Eindruck machten, während die Schönaicher von den letzten Niederlagen etwas gehemmt wirkten. Auf das 0:1 für den TSV durch Michael Entzminger folgten auch ergebnistechnisch ausgeglichene Anfangsminuten bis zum 6:6 (11.). Während in der Abwehr nun häufig die letzte Konsequenz vermisst wurde, konnten sich die Schönaicher im Angriff immer wieder auf Linksaußen Philipp Luburic verlassen, der den TSV aus teils spektakulären Winkeln im Spiel hielt und mit seinem Treffer zum 7:7 den vorerst letzten Ausgleichstreffer für die Schönaicher erzielen sollte. Denn nun zogen die Nebringer an und gingen mit 11:8 in Front (18.), was die Gastgeber bis zur Pause gar auf ein 16:12 ausbauten. Nach der Halbzeit änderte sich bei den Schönaichern zunächst die Körpersprache. Aggressiver und aufmerksamer wirkte die Defensive nun. Zugleich lauerten die Schönaicher auf die erste Welle, die auch nach Wiederanpfiff prompt zum ersten TSV-Torerfolg durch Philipp Luburic führte (32.). Die Schönaicher ließen nun nicht locker und verkürzten unter anderem durch Rückkehrer Michael Kovacev bis auf 18:17, was die Auszeit der Gastgeber folgen ließ (40.). Diese sollte Wirkung zeigen. Anstatt des Ausgleichstreffers folgte ein 4:0-Lauf für die SG und ein Schock, von dem sich bemühte Schönaicher nicht mehr erholen sollten. Zwar ließ der TSV nahezu nichts unversucht, doch die Gastgeber blieben mit dem eigenen Publikum im Rücken in den entscheidenden Situationen abgezockter. Unter dem Strich steht ein nicht unverdienter 29:26-Heimsieg für die SG Nebringen/Reusten.

Die verbliebenen TSV-Akteure haben nach einer kräftezehrenden Hinrunde nun zunächst einmal etwas Zeit, abzuschalten und den Tank wieder aufzufüllen, während bei TSV-Coach Martin Hoss insbesondere die Hoffnung auf eine verletzungsfreie Rückrunde und eine baldige Rückkehr mancheines Langzeitverletzten bis zum 13. Januar 2020 im Hinterkopf steckt. Dann startet der TSV mit einem Heimspiel gegen den TSV Altensteig 2 in die zweite Saisonhälfte, in welcher die Schönaicher so bald wie möglich die nötigen Zähler sammeln wollen, um den Blick in der Tabelle nicht mehr nach unten richten zu müssen.

Es spielten: Ralf Hoffstadt, Marius Liegert (beide Tor), Pascal Block (3), Paul Sitter (1), Pascal Mezger (1), Michael Entzminger (2), Cedric Donie (1), Patrick Ernst, Michael Kovacev (3), Samuel Niebusch (2), Philipp Luburic (10), Stefan Rebmann und Julian Wendlandt (3), dem die Schönaicher Presseabteilung eine gute Zeit in Singapur wünscht, obwohl es allen Beteiligten lieber wäre, er würde nicht gehen;)

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