Heimsieg gegen Tübingen – TSV zeigt eindrucksvolle Reaktion und klettert in der Tabelle

Mit einem 30:28 (18:16)-Heimerfolg gegen die SG Tübingen meldet sich der TSV nun auch punktetechnisch in der Rückrunde der laufenden Bezirksliga-Saison an. Neben der beeindruckenden Team-Leistung und vielen mutigen wie cleveren Entscheidungen des Schönaicher Trainerteams ragten dabei insbesondere Leopold Schmidt zwischen den TSV-Pfosten, Bezirksliga-Rückkehrer Ralf Schmid in der Schönaicher Abwehr und Offensivkraft Pascal Mezger heraus. Letzterer ließ die SG-Abwehr im Eins gegen Eins gleich mehrfach im Stile eines Schlangenmenschen alt aussehen und mauserte sich mit fünf Treffern zum erfolgreichsten TSV-Werfer des Abends.

Nach dem schwachen Rückrundenauftakt zeigte sich der TSV gegen die SG Tübingen von Beginn an gewillt, die positive Trainingswoche, von welcher aus Mannschaftskreisen zu hören war, zu bestätigen und die Betzingen-Pleite aus der Vorwoche schnell vergessen zu machen. Taktisch und personell auf einigen Positionen verändert, begannen die Schönaicher von Beginn an mit dem siebten Feldspieler, wodurch Trainer Martin Hoss seinem Team im ersten Durchgang eine stetige personelle Überzahl in der Offensive verschaffte. Neutralisierten sich beide Mannschaften bis zum Stand von 5:5 (8.) noch, fruchtete die taktische Ausrichtung nun und den Schönaichern gelang es, sich in den folgenden zehn Minuten durch einen veritablen 6:0-Lauf abzusetzen. Offensiv präsentierte sich der TSV in dieser Phase geduldig und defensiv ebenso stabil wie ungewohnt handlungsschnell im Umschaltspiel. Mit dem Treffer zum 12:6 (19.) durch Pascal Mezger sollte die TSV-Führung allerdings letztmals in der Partie ein komfortables Sechs-Tore-Polster betragen, denn in der Phase bis zur Pause kämpften sich die Gäste zurück und suchten nach vergeblichen Mühen über den starken TSV-Mittelblock nun vorwiegend über die Außen ihren Rückweg in die Partie. Zugleich taten sich die Gastgeber nun im Angriff schwerer und scheiterten mit zunehmender Häufigkeit im Abschluss, was den Tübingern drei einfache Torerfolge aufs leere TSV-Gehäuse ermöglichte und in den (zu) knappen 18:16-Pausenstand resultierte. TSV-Coach Hoss reagierte und kehrte wieder zum traditionellen Sechs-Mann-Angriff zurück, was den Schönaichern in den Folgeminuten wieder mehr Sicherheit verschaffte. Nichtsdestotrotz war die Begegnung nun wieder völlig offen und die SG arbeitete am Ausgleich. Insbesondere TSV-Schlussmann Leopold Schmidt war es in diesen Minuten – nicht nur wegen zwei gehaltener Strafwürfe – zu verdanken, dass die Schönaicher bis zur 45. Minute weiter mit einem Treffer in Führung bleiben sollten (22:21). Erneut reagierte der Schönaicher Trainer und leitete mit einer TSV-Auszeit die Schlussviertelstunde ein, die Kreisläufer Christopher Kopp nach Wiederanpfiff prompt durch zwei Treffer auf 24:21 (46.) stellen ließ. Die Tübinger schlugen sich fortan weiterhin wacker, doch ohne die finale Durchschlagskraft. Der TSV strahlte unterdessen im Kollektiv wieder mehr Sicherheit aus und hielt die Gäste konstant zwei Tore auf Distanz. Angeführt von Kapitän Volkan Atalay und Mittelmann Samuel Niebusch ließen die Schönaicher den Ball nun offensiv routiniert laufen und vermieden verfrühte Abschlüsse. Beim 30:26 (59.) war schließlich die endgültige Entscheidung gefallen. Zwei abschließende Gästetreffer in der Schlussminute sollten am verdienten 30:28-TSV-Heimsieg nichts mehr ändern.

Nach glanzvollen 20 Minuten zum Start, einer Schwächephase vor der Pause sowie einer guten und konzentrierten Leistung in der Schlussphase der Partie triumphiert der TSV somit wie bereits in der Hinrunde gegen die SG Tübingen mit zwei Treffern, darf sich in der Tabelle über einen Sprung ins Tabellenmittelfeld freuen und zieht sogar an den punktgleichen Tübingern vorbei. Da der TSV am kommenden Wochenende spielfrei ist, geht es für die Schönaicher erst in zwei Wochen mit dem nächsten Heimauftritt gegen den TSV Altensteig 2 weiter.

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Es spielten: Ralf Hoffstadt, Leopold Schmidt (beide Tor), Pascal Block (4), Pascal Mezger (5), Michael Entzminger (3), Daniel Probst, Patrick Ernst (1), Samuel Niebusch (3), Christopher Kopp (4), Sven Bayer (4), Hannes Fehrenbacher, Ralf Schmid (1), Volkan Atalay (5)

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